Peking

Die Hauptstadt Chinas ist mit rund 16 Mio. Einwohnern nach Shanghai die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist das politische Machtzentrum Chinas und hat sich ganz besonders seit den Olympischen Spielen von 2008 zu einer wunderbar quirligen und weltoffenen Metropole entwickelt. Von ihrer langen, wechselvollen Geschichte zeugen heute noch viele beeindruckende Baudenkmäler. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört der im 13. Jh. erbaute Kaiserpalast, auch ‚Verbotene Stadt‘ genannt, weil dem normalen Volk der Zutritt verboten war. Er ist ein Symbol des traditionellen China und gleichzeitig das größte und besterhaltene Meisterwerk klassischer chinesischer Architektur. In der rund 720.000 qm großen, über 9000 Zimmern zählenden Palastanlage kann man neben riesigen Thronsälen und Hallen unzählige als Museen genutzte Räume sowie anmutige Gärten und Parkanlagen bewundern.

Vom Südtor der Verbotenen Stadt gelangt man auf den berühmt-berüchtigten Platz des Himmlischen Friedens (Tian’anmen-Platz), mit über 400.000 qm einer der größten öffentlichen Plätze der Welt. Häufig wird der Himmelstempel als das schönste chinesische Bauwerk bezeichnet. Er ist der einzige runde Tempel Chinas, weil er nach chinesischer Tradition im Gegensatz zur eckigen Erde das runde Himmelsgewölbe symbolisiert.

Ein absolutes Highlight ist die Chinesische Mauer, mit 6000 km das längste Bauwerk der Erde! Ursprünglich diente sie als Grenzbefestigung, die das chinesische Reich vor Überfällen nomadischer Reitervölker aus dem Norden schützen sollte. Alle 200 Meter wurden Aussichtstürme errichtet, die mittels Spiegel-, Licht-, Feuer- und Rauchsignalen eine schnelle Nachrichtenübermittlung über tausende Kilometer ermöglichten. 

Beeindruckend sind auch die rund 40 km nordwestlich von Peking gelegenen 13 Minggräber aus dem 15. bis 17. Jh. Im Dingling Grab kann man heute die in ihren Dimensionen an einen unterirdischen Palast erinnernden Grabkammern besichtigen, und im Changling Grab werden ungeheuer wertvolle Grabfunde wie z. B. goldene Kaiserkronen, schwere Teller, Kannen, Becher, Schüsseln und Schmuck sowie aufwendige Jadegegenstände ausgestellt.

Nordwestlich des Stadtzentrums befindet sich der Sommerpalast, der größte und am besten erhaltene kaiserliche Garten Chinas und ein hervorragendes Beispiel klassischer Gartenbaukunst. Nach der Verwüstung des alten Sommerpalastes im Jahre 1860 durch englisch-französische Interventionstruppen ließ die Kaiserin Cixi im Jahre 1888 mit Geldern, die eigentlich für den Ausbau der chinesischen Flotte gedacht waren, die Anlage wieder aufbauen. Hier kann man stundenlang herumspazieren, mit dem Boot fahren und Menschen beobachten.

Abends empfiehlt sich der Besuch einer Pekingopern-Vorstellung auf der Bühne des Qianmen Hotels. Hier werden unter Rücksichtnahme auf europäische Ohren Ausschnitte aus verschiedenen Pekingopern mit akustischen und optischen Highlights dieser alten Tradition dargeboten. Ein kulinarischer Höhepunkt ist ein Peking-Enten-Essen – am besten in dem berühmten Quanjude Restaurant in der Qianmen Daje!