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Altai-Gebirge



Von Nowosibirsk aus kann man wunderbar einen mehrtägigen Ausflug in das touristisch noch wenig erschlossene Altai-Gebirge unternehmen. Unter dem Schutz der UNESCO stehen hier ganze Landstriche u.a. das von Gebiet Gorno Altaisk und der kristallklare Telezker See. Mit uns haben Sie die einmalige Chance, in der Familie eines altaiweit bekannten Schamanen zu wohnen und auf Wunsch eine Schamensitzung zu erleben. Bei einer Fahrt gen Süden kommen Sie an den ebenfalls unter UNESCO-Schutz stehenden, 4.506 m hohen Belucha so nah heran, dass Sie klarer Sicht seinen schneebedeckten Gipfel sehen können. Leichte Wanderungen und Spaziergänge in die herrliche Bergwelt und zu klitzekleinen, versteckten Dörfern mit Holzhäusern und ‚Tschadrs‘, den typischen, achteckigen Holzjurten der Altaier vermitteln einen unvergesslichen Eindruck von dieser entlegenen Region.


Baikalsee



Der ‚Bátuschka Baikal‘, zu Deutsch Väterchen Baikal, wie die Einheimischen den Baikalsee liebevoll nennen, wurde 1996 zum UNECSO Welterbe ernannt. Der Baikalsee ist ein Superlativ: Er ist das größte Süßwasserbecken unseres Planeten und mit 1637 m der tiefste See der Welt. Hier leben außer der einzigen Süßwasserrobbe der Erde rund 1500 bisher identifizierte Lebewesen und 1085 Pflanzenarten - etwa zwei Drittel dieser Tiere und Pflanzen kommen ausschließlich (!) im und am Baikalsee vor. Viele Kultstätten wie zackige Felsen und einsame Berghöhen sowie plätschernde Quellen und bunte Tempel rund um den See zeugen von einer uralten Schamanenkultur. Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Zugfahrt auf der historischen Baikaltrasse zwischen Port Baikal und dem einzigen Marmorbahnhof der Welt in Sludjanka - 80 km unmittelbar am Steilufer des Baikalsees entlang durch herrliche Landschaften und mit Zwischenstopps in versteckten Dörfern.
(s. auch Baikalseeinsel ‚Olchon‘).


Chabarowsk



Chabarowsk liegt fast am Ende des asiatischen Kontinents und ist zweifellos eine der schönsten Städte Sibiriens! Die rund 620.000 Einwohner zählende Stadt erinnert ein wenig an San Francisco und zieht sich wie diese malerisch über mehrere Hügel und Täler hin. Viele historische, liebevoll restaurierte und abends prachtvoll angestrahlte Gebäude säumen die lebendigen Straßen. Bei schönem Wetter sollte man unbedingt einen Schiffsausflug auf dem gemächlich dahinfließenden Amur unternehmen.


Ekaterinburg



s. Jekaterinburg


Gobi Wüste



s. Mongolei - Highlights A-Z


Irkutsk



Irkutsk, das ‚Paris des Ostens‘ oder auch ‚Perle Sibiriens‘, ist unbestritten die schönste Stadt Sibiriens und eine der schönsten ganz Russlands! Sie hat 580.000 Einwohner und bietet ihren Gästen neben historischen Gebäuden und prunkvollen Kirchen sowie malerischen Straßen ganze Stadtviertel mit z.T. aufwendig restaurierten Holzhäusern - so stellt man sich eine sibirische Stadt vor! Besonders eindrucksvoll sind die so genannten ‚Dekabristenhäuser‘, wo um 1850 Adelige, die gegen die Zarenherrschaft aufbegehrt hatten, in der Verbannung lebten. Irkutsk ist Ausgangspunkt für Ausflüge an den Baikalsee (s.o.) z.B. nach Listwjanka (s.u.) oder auf die Baikalseeinsel Olchon (s.u.). Ein ganz besonderes Erlebnis ist die in Irkutsk beginnende Zugfahrt auf der historischen Baikaltrasse, die zwischen Port Baikal und dem einzigen Marmorbahnhof der Welt in Sludjanka verläuft - 80 km unmittelbar am Steilufer des Baikalsees entlang durch herrliche Landschaften und mit Zwischenstopps in versteckten Dörfern.


Jekaterinburg



Jekaterinburg mit seinen rund 1,4 Mio. Einwohnern ist zwar die viertgrößte Stadt (Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk) Russlands und eine auffällig gepflegte Stadt, aber touristisch hat sie leider wenig zu bieten. Die meisten Gäste kommen, um die Stätten aufzusuchen, an denen die letzte Zarenfamilie umgebracht und verscharrt wurde. Viele fahren auch zu dem Obelisk, der die Grenze zwischen Europa und Asien markiert. Dort stellen sie sich mit einem Fuß auf den europäischen und mit dem anderen auf den asiatischen Kontinent.


Jenisseij - Fahrt mit dem Postschiff



Mit einer Länge von 4092 Km ist der Jenissei der fünftlängste Fluss der Welt. Er entspringt am Fusse des Otgon Tenger, einem heiligen Berg in der Mongolei, und mündet in die arktische Kara See. Zwischen Anfang/Mitte Juni und Anfang Oktober kann man auf einem Postschiff ohne Luxus aber zünftig von Krasnojarsk aus bis nach Dudinka im Norden fahren. Dafür braucht man vier volle Tage, stromaufwärts hingegen sechs. Wer nicht so viel Zeit hat, kann eine eintägige Postschifffahrt von Krasnojarsk nach Jenissejsk, eine der ältesten Städte Sibiriens, machen. Es ist wunderbar erholsam, vom Schiffsdeck aus die langsam vorbeiziehende, meist unberührte Natur zu beobachten und hier und da ein Holzhaus, einen einsamen Angler oder Tiere zu entdecken.


Krasnojarsk



Das an den Ufern des mächtigen Jenissej gelegene, über 900.000 Einwohner zählende Krasnojarsk ist die drittgrößte Stadt Sibiriens und eine der schönsten Russlands. Hier findet man alle Architekturstile von reich verzierten Holzhäusern über alte Kirchen bis hin zu modernen Hochhäusern. An den Kreuzungen der größeren Straßen laden kleine, liebevoll angelegte Grünanlagen mit plätschernden Springbrunnen und Holzbänken zum Ausruhen ein. Sehr interessant ist der Besuch des Heimatmuseums, welches mit seiner wunderbaren Sammlung zum Thema ‚Nationale Minderheiten Sibiriens‘ zu den besten landeskundlichen Museen Russlands zählt. Im Südwesten der Stadt überquert die Transsib den Jenissej auf einer 1000 m langen Stahlgitterbrücke, die nach einem Entwurf von Jewgeni Knorre und Lawr Proskurjakow zwischen 1893 und 1896 errichtet und auf der Pariser Weltausstellung 1900 ausgezeichnet wurde. Wander- und Naturfreunde können mit dem Bus von Krasnojarsk aus in das berühmte Naturschutzgebiet ‚Stolby‘ fahren und dort u.a. bis zu 100 Meter hohe Felssäulen bewundern. Wer Zeit hat, sollte unbedingt mit dem Postschiff in Richtung Norden fahren (mindestens bis nach Jenissejsk) durch die Kasatschinsky-Stromschnellen und vorbei an unberührten, naturbelassenen Ufern.


Listwjanka



Das einst nur wenige Einwohner zählende Dörfchen Listwjanka hat sich in den Jahren seit der Öffnung Russlands zu einem touristischen Magnet entwickelt und ist heute der meist besuchte Ort am Baikalsee. Er ist das größte Süßwasserbecken unseres Planeten und mit 1637 m der tiefste See der Welt. Hier leben außer der einzigen Süßwasserrobbe der Erde rund 1500 bisher identifizierte Lebewesen und 1085 Pflanzenarten - etwa zwei Drittel dieser Tiere und Pflanzen kommen ausschließlich (!) im und am Baikalsee vor. Einen sehr interessanten Ein- und Überblick über die Flora und Fauna des Baikalsees gewinnt man im Baikalmuseum - am besten mit kundiger Führung. Hier kann man in einem Aquarium die lustig anmutende, rundliche Baikalrobbe life beobachten, und wer gern Tiefseeforscher spielen möchte, nimmt an einer 15-minütigen simulierten U-Boot-Fahrt teil.

Vor allem während der russischen Sommerferien von Anfang Juni bis Ende August wimmelt es hier von Touristen und abends kann es an der Uferpromenade in den immer zahlreicher werdenden Kneipen und Discos laut werden. Ein ganz besonderes Erlebnis ist die auf der anderen Seite der Angara beginnende Zugfahrt auf der historischen Baikaltrasse zwischen Port Baikal und dem einzigen Marmorbahnhof der Welt in Sludjanka - 80 km unmittelbar am Steilufer des Baikalsees entlang durch herrliche Landschaften und mit Zwischenstopps in versteckten Dörfern.
Gourmets sollten auf keinen Fall die auf dem Markt von Listwjanka angebotenen, stets frisch aus dem Baikalsee gefischten und heiß geräucherten Omul und Charius verpassen!

Auf halbem Weg zwischen Irkutsk und Listwjanka liegt das absolut sehenswerte Museumsdorf Talzy mit wunderschön restaurierten, aus der Umgebung zusammengetragenen Holzhäusern und Bauernhöfen, burjatischen Holzjurten, einer hölzernen Festungsanlage sowie einer Kirche und einem kleinen Schulgebäude.


Moskau



Ausgangs- bzw. Endpunkt einer Reise mit der Transsib ist Moskau, die Hauptstadt Russlands. Sie gehört mit ihren rund 10,4 Millionen Einwohnern zu den schönsten und teuersten Metropolen der Welt. Das Herzstück Moskaus, der Rote Platz, der eigentlich übersetzt ‚Schöner Platz‘ heißt, ist mit 400 m Länge und 150 Breite einer der größten und absolut schönsten Plätze der Welt. An dieser Stelle fand ursprünglich der Markt statt und es spielten sich hier die wichtigsten Ereignisse des Landes ab. Der Rote Platz wird eingerahmt von absoluten Highlights wie dem Wahrzeichen der Stadt, der Basilius-Kathedrale, mit ihren bunt verzierten Zwiebeltürmen. Auch das superschlichte, ultramoderne Leninmausoleum beeindruckt jeden. Wunderschön ist das berühmte, 1805 erbaute Kaufhaus GUM, wo auf zwei Etagen in lichtdurchfluteten Galerien Luxusläden und Edelgeschäfte internationaler Designer untergebracht sind. Unvergesslich ist der Anblick des mächtigen Kreml, der ehemaligen Festungsanlage Moskaus. Als Iwan III in der Mitte des 15 Jh. den Kreml zu seinen Sitz machte, beauftragte er italienische Baumeister mit der Errichtung eines Zarenpalastes sowie prächtiger Kathedralen, Kirchen und Kapellen. Im Laufe der Jahrhunderte entstand so die heutige Anlage mit einer 2235 m langen, zwischen 5 und 19 m hohen und 3,50 bis 6,50 m dicken Mauer und 20 Türmen.
Nach Möglichkeit sollte man gleich am Ankunftstag abends bei wunderbarer Beleuchtung einen Spaziergang über den Roten Platz machen, um sich in Russland angekommen zu fühlen!
Einen Eindruck vom Moskauer Leben gewinnt man bei einem Bummel auf der Prachtstraße Twerskaja mit ihren feinen Geschäften, schicken Hotels, exklusiven Restaurants, elitären Night Clubs und gemütlichen Bistros neben berühmten Theatern, Konzertsälen und Kunstgalerien.
Während der Saison von September bis Mai ist der Besuch einer Abendvorstellung im weltberühmten Bolschoi Theater (‚Großes Theater‘) ein unvergessliches Erlebnis. Nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten erstrahlt das ursprünglich 1824 erbaute Theater seit Herbst 2011 wieder ins seinem vollen Glanz.
Für Kunstliebhaber aus aller Welt ist die im Jahre 1892 von der reichen Kaufmannsfamilie Tretjakow gegründete Tretjakow-Galerie mit ihrer Sammlung russischer Maler und Ikonen, u.a. des berühmtesten russischen Ikonenmalers Andrei Rubljow, ein Muss.
Souvenirjäger finden auf dem Arbat, der zu Sowjetzeiten die erste Fußgängerzone des Landes war, alles von Andenkenshops über Antiquitätenläden bis hin zu Kiosks mit Matroschkas, Fellmützen, Ikonen, Bildern und kitschigem Nippes. In dem ehemaligen Adelsviertel kann man aber auch einfach nur flanieren, in schicken Cafés sitzen und Kunstgalerien besuchen.
Zu den schönsten Klosteranlagen Russlands gehört das 1524 erbaute Neujungfrauenkloster, wo jeden Tag in mehreren Kirchen regelmäßig Gottesdienste mit wunderbaren Gesängen und interessanten Zeremonien stattfinden. An Wochenenden kann man hier ein Schauspiel der besondern Art beobachten, wenn eine schick gekleidete Hochzeitsgesellschaft nach der anderen in geschmückten Limousinen und mit ganzen Konvois hupender Autos zu Fototerminen anrückt.
Ohne eine Fahrt mit der berühmten Moskauer Metro, zweifellos eine der schönsten der Welt, ist ein Moskaubesuch nicht komplett! Die prunkvollsten der über 150 Stationen wirken mit ihren schweren Kronleuchtern, Marmor in allen Farben, riesigen Mosaiken mit Halbedelsteinen und großen Skulpturen geradezu wie unterirdische Paläste.


Nischnij Nowgorod



Nur an wenigen Orten findet man heute noch das ‚Alte Russland‘- Nischnij Nowgorod ist einer, wenn nicht sogar der schönste davon! Es ist ein ganz wunderbares Gefühl, durch die Altstadt mit ihren unzähligen Zwiebelturm-Kirchen, romantischen Straßenzügen und vorbei an den weißen Mauern des Kremls zu laufen. Nischnij Nowgorod, zu Sowjetzeiten ‚Gorki‘, entwickelte sich in der Mitte des 13. Jahrhunderts Dank seiner Lage an der Wolga zu einer blühenden Handelsstadt. Im 19. Jahrhundert war die Stadt so reich, dass sie der ‚Geldbeutel Russlands‘ genannt wurde. Nischnij Nowgorod ist mit mit knapp 1,3 Mio. Einwohnern heute die viertgrößte Stadt des Landes.


Nowosibirsk



Nowosibirsk (‚Neu Sibirien‘) ist mit knapp 1,5 Mio. Einwohnern nach Moskau und St. Petersburg die drittgrößte Stadt Russlands und die größte Sibiriens. Sie verdankt ihre Gründung dem Bau einer Brücke für die Transsibirische Eisenbahn über den Fluss Ob im Jahre 1893. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Nowosibirsk so ausgebaut, dass man im Falle eines Angriffs auf Moskau binnen kürzester Zeit die Hauptstadt hierher hätte verlegen können. Davon zeugen u.a. die breiten, mit hohen Gebäuden im Sowjetstil gesäumten Straßenzüge. Alles wirkt ein wenig wie eine Art ‚Klein Moskau‘. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören neben der 1894 erbauten Alexander-Newski-Kathedrale und der 1958 gegründeten Gemäldegalerie mit Werken russischer Künstler auch der Bahnhof von Nowosibirsk mit seinen blitzsauberen Wartesälen und polierten Granitböden.
Nowosibirsk ist idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug ins Altai-Gebirge. Unter dem Schutz der UNESCO stehen hier ganze Landstriche u.a. das Gebiet von Gorno Altaisk und der kristallklare Telezker See (s. Altai-Gebirge).


Olchon



Von mehr als 25 Inseln im Baikalsee ist Olchon die größte und landschaftlich schönste. Wer genug Zeit mitbringt, kann die ganze Vielfalt dieses herrlichen Fleckens Erde auf Wanderungen, Bootsfahrten, Reitausflügen und Fahrradtouren entdecken. Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Ausflug an die Nordspitze zu dem berühmten Schamanenfelsen ‚Mys Burchan‘ durch weite, blumenübersäte Steppe und dichte Wälder. Auch Touren in die Mitte und auf die Südhälfte der Insel, vorbei an heißen Quellen und heilenden Seen, sind unvergesslich. Und wer gern ein wenig relaxen möchte, kann sich an einem der weißen Sandstrände ausruhen.


Peking



Die Hauptstadt Chinas ist mit rund 16 Mio. Einwohnern nach Shanghai die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist das politische Machtzentrum Chinas und hat sich ganz besonders seit den Olympischen Spielen von 2008 zu einer wunderbar quirligen und weltoffenen Metropole entwickelt.
Von ihrer langen, wechselvollen Geschichte zeugen heute noch viele beeindruckende Baudenkmäler.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört der im 13. Jh. erbaute Kaiserpalast, auch ‚Verbotene Stadt‘ genannt, weil dem normalen Volk der Zutritt verboten war. Er ist ein Symbol des traditionellen China und gleichzeitig das größte und besterhaltene Meisterwerk klassischer chinesischer Architektur. In der rund 720.000 qm großen, über 9000 Zimmern zählenden Palastanlage kann man neben riesigen Thronsälen und Hallen, unzählige als Museen genutzte Räume sowie anmutige Gärten und Parkanlagen bewundern.
Vom Südtor der Verbotenen Stadt gelangt man auf den berühmt-berüchtigten Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen-Platz), mit über 400.000 qm einer der größten öffentlichen Plätze der Welt.
Häufig wird der Himmelstempel als das schönste chinesische Bauwerk bezeichnet. Er ist der einzige runde Tempel Chinas, weil er nach chinesischer Tradition im Gegensatz zur eckigen Erde das runde Himmelsgewölbe symbolisiert.
Ein absolutes Highlight ist die Chinesische Mauer, mit 6000 km das längste Bauwerk der Erde! Ursprünglich diente sie als Grenzbefestigung, die das chinesische Reich vor Überfällen nomadischer Reitervölker aus dem Norden schützen sollte. Alle 200 Meter wurden Aussichtstürme errichtet, von denen mittels Spiegel-, Licht-, Feuer- und Rausignalen über Tausende Kilometer eine schnelle Nachrichtenübermittlung möglich war.
Beeindruckend sind auch die rund 40 km nordwestlich von Peking gelegenen 13 Minggräber aus dem 15. bis 17. Jh. Im Dingling Grab kann man heute die in ihren Dimensionen an einen unterirdischen Palast erinnernden Grabkammern besichtigen und im Changling Grab werden ungeheuer wertvolle Grabfunde wie z.B. goldene Kaiserkronen, schwere Teller, Kannen, Becher, Schüsseln und Schmuck sowie aufwendige Jadegegenstände ausgestellt.
Nordwestlich des Stadtzentrums befindet sich der Sommerpalast, der größte und am besten erhaltene kaiserliche Garten Chinas und ein hervorragendes Beispiel klassischer Gartenbaukunst. Nach der Verwüstung des alten Sommerpalastes im Jahre 1860 durch englisch-französische Interventionstruppen ließ die Kaiserin Cixi im Jahre 1888 mit Geldern, die eigentlich für den Ausbau der chinesischen Flotte gedacht waren, die Anlage wieder aufbauen. Hier kann man stundenlang herumspazieren, mit dem Boot fahren und Menschen beobachten.
Abends empfiehlt sich der Besuch einer Pekingopern-Vorstellung auf der Bühne des Qianmen Hotels. Hier werden unter Rücksichtnahme auf europäische Ohren Ausschnitte aus verschiedenen Pekingopern mit akustischen und optischen Highlights dieser alten Tradition dargeboten.
Ein kulinarischer Höhepunkt ist ein Peking-Enten-Essen - am besten in dem berühmten Quanjude Restaurant in der Qianmen Daje!


Taischet



Das nur rund 35000 Einwohner zählende, typisch sibirische Provinzstädtchen Taischet findet man auf so gut wie jeder Landkarte, denn es liegt an dem Punkt, wo das Jahrhundertbauwerk der BAM (Baikal Amur Magistrale) von der traditionellen Transsibstrecke abzweigt. Knop Reisen bietet von hier aus einen Aufenthalt in einem völlig untouristischen, klitzekleinen Holzdörfchen an. Wenn man mit der Transsib Tausende Kilometer durch herrlichste Landschaft und vorbei an unzähligen, einsamen Dörfern fährt, fragt man sich, wie wohl das Leben in einem solchen Dorf aussieht. Genau das kann man in dem nur wenige Einwohner zählendem Dorf Birjusa hautnah erleben! Hier fühlen Sie die berühmte russische Gastfreundschaft, genießen echte Hausmannskost mit Obst und Gemüse aus dem Garten, im Wald gesammelten Pilzen sowie Milch und Smetana von der eigenen Kuh. Sie machen eine Bootsfahrt in die unberührte Taiga, wo Sie nach einem echt sibirischen Picknick einen Hügel mit wunderschönem Ausblick auf die bis zum Horizont reichende, endlose Taiga erklimmen.


Tereldsch



Ein absolutes Highlight ist das landschaftlich wunderschöne Naturschutzgebiet Tereldsch rund 70 km nordöstlich von Ulan Bator. Für Reisende mit wenig Zeit eine ideale Alternative zu einer mehrtägigen Gobiexkursion, weil man hier auf relativ kleiner Fläche alles findet: Sanfte Hügel, weitläufige Täler, plätschernde Flüsse, dichte Wälder und saftige Prärien, wo Nomaden mit ihren großen Pferde-, Schaf- und Rinderherden umherziehen. Ihre weißen Jurten liegen wie leuchtende Punkte inmitten der herrlich grünen Weite. Übernachten kann man entweder in einem klitzekleinen Dorf in einer Nomadenjurte oder in einem so genannten Touristencamp, wo es Gemeinschaftsduschen und eine Restaurantjurte gibt.


Ulan Bator



Ulan Bator ist mit knapp 1 Mio. Einwohner die Hauptstadt der insgesamt nur rund 3 Mio. Menschen zählenden Mongolei und kann gleich mit zwei Superlativen aufwarten: Sie ist die kälteste und die am weitesten vom Meer entfernte Hauptstadt der Welt! Aber es gibt noch einen dritten, inoffiziellen Superlativ: In keiner Hauptstadt der Welt leben die meisten Bewohner mitten im Zentrum noch in ‚Behausungen‘, die man innerhalb einer einzigen Stunde auf- bzw. abbauen kann, nämlich in Jurten! Auf Schritt und Tritt begegnet einem hier ein einzigartiges Gemisch aus Tradition und Moderne: Hier die smarten Banker in schicken Designeranzügen und westlichen Luxuslimousinen - dort hoch zu Ross Mongolen mit ihrer in allen Farben schillernden mongolischen Tracht; hier hoch in den Himmel ragende modernste Stahl- und Glaswolkenkratzer und direkt daneben ausgedehnte Siedlungen mit typisch mongolischen Nomadenjurten.
Hauptsehenswürdigkeit ist das Gandan-Kloster, wichtigstes und mit insgesamt neun Tempelgebäuden gleichzeitig auch größtes Lamakloster der Mongolei. Zur Zeit leben hier rund 900 Mönche, die in ihren orange- und rotfarbenen Gewändern inmitten der vielen, aus allen Landesteilen angereisten Gläubigen leicht zu erkennen sind. Vormittags kann man hier sehr interessante Zeremonien beobachten.
Ein Besuch im Naturkundemuseum, wo neben riesigen und äußerst beeindruckenden Dinosaurierskeletten in zahlreichen Räumen die Flora und Fauna der Mongolei anschaulich dargestellt wird, ist ein Muss. Museumsfreunde sollten auch einen Blick ins Kunstmuseum und in das Nationale Geschichtsmuseum werfen. Der ehemalige Winterpalast der staatlichen und religiösen Führer des Landes wurde im chinesischen Stil erbaut und bietet einen interessanten Einblick in das religiöse Leben der Mongolen.
Ein absolutes Highlight ist das alljährlich vom 11.-13. Juli in Ulan Bator stattfindende Naadam-Fest, eine Art ‚Olympiade‘ der traditionellen mongolischen Sportarten! Neben den Wettkämpfen selbst ist für den ausländischen Gast das kunterbunte Treiben in der Stadt mindestens ebenso spannend! Überall wimmelt es von Mongolen im Sonntagsstaat, die selbst aus den entlegensten Ecken des Landes in oft tagelangen Reisen in die Hauptstadt strömen. Keine Medaille der Welt zählt für einen Mongolen mehr als der 1. Platz im Ringkampf, Bogenschießen oder Pferderennen!
Ulan Bator ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in
das Naturschutzgebiet Tereldsch (s.o.) oder eine mehrtägige Exkursion in die Wüste Gobi (s.o.) oder eine mehrwöchige Rundreise in die Gobi, den mongolischen Altai und den Nordwesten des Landes (s. Mongolei Reiserouten-Vorschläge).


Ulan-Ude



Ulan-Ude, mit rund 370.000 Einwohnern die Hauptstadt der Autonomen Republik Burjatien, ist eine der schönsten Städt Sibiriens und beeindruckt jeden auf Anhieb. In seinem liebevoll restaurierten historischen Zentrum reihen sich reich mit Schnitzereien verzierte Holzhäuser an weiß und gelb gestrichene Fassaden alter Steingebäude aus den verschiedensten Epochen. Auffallend sind die vielen mongolischen Gesichter: Die Burjaten gehören zu den Mongolvölkern und leben seit dem 13. Jh. in der Region rund um den Baikalsee. Mit knapp 400.000 sind sie die größte nationale Minderheit Sibiriens und machen etwa 30% der Bevölkerung der Republik aus.

Sehenswert ist der mitten auf dem Hauptplatz der Stadt geradezu unübersehbare ‚Superlativ‘: Der größte Leninkopf der Welt! Einen Besuch lohnt auch das Ethnografische Freilichtmuseum mit hochinteressanten, aus der ganzen Baikalregion zusammengetragenen Behausungen wie z.B. zeltähnliche Holz- und Fellkonstruktionen, Schamanenzelte, alte Bauernhöfe und Patrizierhäuser sowie eine wunderschöne Kirche.

Zu einem Aufenthalt in Ulan-Ude gehört unbedingt ein Ausflug zu dem rund 35 km, in einem weiten, grünen Tal gelegenen, 1946 gegründeten Lamakloster Ivolginsk, dem zentralen Heiligtum des Buddhismus in Russland. Rund um den Haupttempel verteilen sich kleine Gebetshäuser, Mönchsunterkünfte, eine Bibliothek und ein hölzernes Schulhaus. Seit 1991 werden im Kloster nach langjähriger ‚sowjetischer Unterbrechung‘ wieder Mönche ausgebildet.
Bei einem morgendlichen Besuch begegnet man hier Gläubigen, die aus der Umgebung aber auch aus weit entfernten buddhistischen Regionen wie z.B. der Mongolei und dem Altaigebirge hierher pilgern.

Rund um Ulan-Ude leben in kleinen, auffällig gepflegten Dörfern ‚Altgläubige‘. Hier erfährt man vieles über die Traditionen dieser Religionsgemeinschaft. Ab etwa 1666 trennten sich die Altgläubigen von der russischen orthodoxen Großkirche und als sie verfolgt wurden, siedelten sie sich vor allem in den Randbereichen des russischen Imperiums an, so z.B. in Sibirien. Aus religiösen Gründen entsagen sie (ähnlich wie die Armish in den USA) der modernen Welt und leben bewusst weitab der Zivilisation gemäß Jahrhunderte alter Traditionen, z.B. ohne Strom, ohne Autos, in altmodischen Trachten, mit ihrer eigenen Sprache und eigenen Liedern. Auch ihre Ernährung folgt alten Gesetzen. Gäste sind hier jederzeit willkommen und können die Altgläubigenlieder hören, ihre besondere Küche probieren und so einen Einblick in diese alte Tradition gewinnen.


Wladiwostok



Hier, am äußersten Ende des asiatischen Kontinents, direkt am Stillen Ozean, liegt der Endpunkt der Transsibirischen Eisenbahn. Wladiwostok ist mit rund 600.000 Einwohnern das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des so genannten Fernen Ostens Russlands. Für ein internationales Symposium wird das gesamte historische Zentrum bis September 2012 komplett restauriert und eine gigantische Hängebrücke sowie zahlreiche Luxushotels entstehen.
Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören neben dem aufwendig restaurierten Bahnhof einige architektonisch interessante Gebäude wie z.B. das Postamt, die Pauluskirche und das 1862 von Hamburger Kaufleuten Kunst&Albers gegründete Warenhaus, heute GUM.
Schön ist die Stimmung am Hafen, besonders abends wenn alle Schiffe beleuchtet sind. Wer Zeit genug hat, sollte unbedingt einen Spaziergang am weißen Pazifikstrand einplanen!