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Mongolei

Allgemein Mongolei



Die Mongolei zwischen Zentral-, Nord- und Ostasien gelegen, ist nach Kasachstan der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt mit nur zwei Nachbarn: Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden. Obwohl das Land fast viereinhalb mal so groß ist wie Deutschland, leben hier nur etwa 3 Millionen Einwohner. Die größte Stadt ist die Hauptstadt Ulan Bator mit ca. 1 Mio. Einwohnern oder rund einem Drittel der Bevölkerung des ganzen Landes.

Seit Jahrhunderten leben die Menschen hier in der kargen und harten Landschaft und haben eine erstaunliche Kultur entwickelt. Reisen in der Mongolei ist immer noch mit Abenteuer verbunden - hier erleben man die noch weitestgehend ursprüngliche Lebensweise der Landbevölkerung in unterschiedlichsten Landschaften: im Norden die Tundra mit ausgedehnten Wäldern, im Zentrum die berühmte Steppenlandschaft mit weiten Tälern und sanften Hügeln und das Altai Gebirge sowie im Süden die Wüste Gobi. Es gibt kaum feste Siedlungen, aber alle paar Kilometer stehen einige Jurten der Nomaden.


'Highlight'



bedeutet im Falle der Mongolei weniger ein bestimmtes Reiseziel als vielmehr die Zeit, die man mitbringt, um dieses einmalig schöne Land kennen zu lernen! In anderen Worten: Je mehr Zeit man für eine Rundreise in die landschaftlich unglaublich abwechslungsreiche Mongolei hat, desto weiter kann man in dieses weitgehend noch unberührte Land vordringen, desto mehr verschiedene Volksstämme und Nationalitäten kann man kennen lernen und desto intensiver sind die Einblicke in diese besondere Kultur! Ideal als Vorbereitung für eine Mongoleiexkursion ist und bleibt der Film vom Weinenden Kamel!
Hinweis: Eine Mongoleiexkursion ist keine Luxusreise. Man übernachtet häufig in Zelten und in Nomadenjurten und ab und zu in einer festen Behausung. Unsere Reisen werden immer von einem erfahrenen Team bestehend aus einem ortskundigen Fahrer und einem deutschsprachigen Reiseführer begleitet, der auch gleichzeitig als Koch fungiert. Wir haben in den vielen Jahren, in denen wir diese Exkursionen anbieten, regelrechte `Dream Teams` gefunden, die einem ihr Land auf unvergesslichste Weise nahe bringen!


Gobi Wüste



Die Dimensionen der Wüste Gobi sind gigantisch. Mit rund 2000 Kilometer Länge und bis zu 1000 Kilometer Breite gilt sie nach der Sahara als zweitgrößte und landschaftlich abwechslungsreichste Wüste der Erde. Streng genommen ist sie keine echte Wüste, sondern eher Wüstensteppe, da nur drei Prozent der Fläche typische Dünengebiete sind, welche in der Mongolei `Els` genannt werden.
Sie bietet dem Mongolei-Besucher sicherlich die schönsten Landschaften mit goldenen Dünen, schmalen Canyons, Oasen und endlosen Weiten.
Eine Excursion durch die Wüste führt u.a. vorbei an Fundstellen von Dinosaurierknochen und Felszeichnungen. Man lernt die Lebensweise und große Gastfreundlichkeit der Nomaden kennen und wer einmal die klaren Sternennächte in der Gobi erlebt hat, wird sie nicht so schnell wieder vergessen.


Tereldsch



Ein absolutes Highlight ist das landschaftlich wunderschöne Naturschutzgebiet Tereldsch rund 70 km nordöstlich von Ulan Bator. Für Reisende mit wenig Zeit eine ideale Alternative zu einer mehrtägigen Gobiexkursion, weil man hier auf relativ kleiner Fläche alles findet: Sanfte Hügel, weitläufige Täler, plätschernde Flüsse, dichte Wälder und saftige Prärien, wo Nomaden mit ihren großen Pferde-, Schaf- und Rinderherden umherziehen. Ihre weißen Jurten liegen wie leuchtende Punkte inmitten der herrlich grünen Weite. Übernachten kann man entweder in einem klitzekleinen Dorf in einer Nomadenjurte oder in einem so genannten Touristencamp, wo es Gemeinschaftsduschen und eine Restaurantjurte gibt.


Ulan Bator



Ulan Bator ist mit knapp 1 Mio. Einwohner die Hauptstadt der insgesamt nur rund 3 Mio. Menschen zählenden Mongolei und kann gleich mit zwei Superlativen aufwarten: Sie ist die kälteste und die am weitesten vom Meer entfernte Hauptstadt der Welt! Aber es gibt noch einen dritten, inoffiziellen Superlativ: In keiner Hauptstadt der Welt leben die meisten Bewohner mitten im Zentrum noch in `Behausungen`, die man innerhalb einer einzigen Stunde auf- bzw. abbauen kann, nämlich in Jurten! Auf Schritt und Tritt begegnet einem hier ein einzigartiges Gemisch aus Tradition und Moderne: Hier die smarten Banker in schicken Designeranzügen und westlichen Luxuslimousinen - dort hoch zu Ross Mongolen mit ihrer in allen Farben schillernden mongolischen Tracht; hier hoch in den Himmel ragende modernste Stahl- und Glaswolkenkratzer und direkt daneben ausgedehnte Siedlungen mit typisch mongolischen Nomadenjurten.
Hauptsehenswürdigkeit ist das Gandan-Kloster, wichtigstes und mit insgesamt neun Tempelgebäuden gleichzeitig auch größtes Lamakloster der Mongolei. Zur Zeit leben hier rund 900 Mönche, die in ihren orange- und rotfarbenen Gewändern inmitten der vielen, aus allen Landesteilen angereisten Gläubigen leicht zu erkennen sind. Vormittags kann man hier sehr interessante Zeremonien beobachten.
Ein Besuch im Naturkundemuseum, wo neben riesigen und äußerst beeindruckenden Dinosaurierskeletten in zahlreichen Räumen die Flora und Fauna der Mongolei anschaulich dargestellt wird, ist ein Muss. Museumsfreunde sollten auch einen Blick ins Kunstmuseum und in das Nationale Geschichtsmuseum werfen. Der ehemalige Winterpalast der staatlichen und religiösen Führer des Landes wurde im chinesischen Stil erbaut und bietet einen interessanten Einblick in das religiöse Leben der Mongolen.
Ein absolutes Highlight ist das alljährlich vom 11.-13. Juli in Ulan Bator stattfindende Naadam-Fest, eine Art `Olympiade` der traditionellen mongolischen Sportarten! Neben den Wettkämpfen selbst ist für den ausländischen Gast das kunterbunte Treiben in der Stadt mindestens ebenso spannend! Überall wimmelt es von Mongolen im Sonntagsstaat, die selbst aus den entlegensten Ecken des Landes in oft tagelangen Reisen in die Hauptstadt strömen. Keine Medaille der Welt zählt für einen Mongolen mehr als der 1. Platz im Ringkampf, Bogenschießen oder Pferderennen!
Ulan Bator ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in
das Naturschutzgebiet Tereldsch (s.o.) oder eine mehrtägige Exkursion in die Wüste Gobi (s.o.) oder eine mehrwöchige Rundreise in die Gobi, den mongolischen Altai und den Nordwesten des Landes (s. Mongolei Reiserouten-Vorschläge).


Karakorum



Die rund 320 km westlich von Ulan Bator gelegene Stadt Karakorum war die ehemaligen Hauptstadt Dschingis Khans (1162-1227) und hatte seine Blütezeit im 13. Jahrhundert. Die Stadt war ein Umschlagpunkt für die großen Karawanen zwischen Westeuropa und Asien, denn es war von hier aus möglich sicher und ohne lästige Grenzen Waren zu transportieren.
An Sehenswürdigkeiten jedoch bietet Karakorum nicht viel. Außer zwei steinerne Schildkröten, die damals das Wahrzeichen von Karakorum waren, sind selbst vom großen Palast des Dschingis Khan nur noch die Fundamente übrig.

Das Kloster Erdene Zuu, 1586 gegründet, war das erste große buddhistische Kloster auf dem Gebiet der heutigen Mongolei und wurde nachweislich zum Teil aus den Steinen der alten Hauptstadt aufgebaut. In der etwa 400x400 Meter großen Klosteranlage lebten über 1000 Mönche.
Innerhalb seiner quadratischen Außenmauer sollen sich auf dem großen Areal im Jahre 1870 etwa 62 Tempel im chinesisch-mongolischen Mischstil befunden haben.
1937 wurde das Kloster zerstört und von der einstigen Anlage sind heute nur die imposante, von 100 Stupas (ein Denkmal, ein Symbol für den Buddha und den Dharma) gekrönte Mauer aus dem 17. Jahrhundert und vier Tempel erhalten.